Digitales Lernen und iPad-Einsatz am Gymnasium Soltau
Die Gestaltung von Lernen im digitalen Wandel gehört zu den großen Herausforderungen der Bildung unserer Zeit. Wenn sich Technologien und Gesellschaft verändern, müssen sich auch Schule und Bildung weiterentwickeln. Am Gymnasium Soltau verstehen wir Medienbildung als einen kontinuierlichen und pädagogisch strukturierten Prozess.
Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu befähigen, digitale Medien kompetent, kritisch, verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu nutzen. Digitale Werkzeuge sollen dabei nicht zum Selbstzweck eingesetzt werden, sondern dort, wo sie das Lernen sinnvoll unterstützen. Sie eröffnen neue Möglichkeiten der Veranschaulichung, der individuellen Förderung, der Zusammenarbeit und der aktiven Auseinandersetzung mit Unterrichtsinhalten. Gleichzeitig erwerben die Schülerinnen und Schüler wichtige Kompetenzen für Studium, Ausbildung, Beruf und eine zunehmend digital geprägte Lebenswelt.
Stufenweiser Ausbau der 1:1-Ausstattung
Das Gymnasium Soltau hat bereits vor mehreren Jahren mit der schrittweisen Einführung von iPads im Unterricht begonnen. Mit der landesweiten Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit digitalen Endgeräten durch das Land Niedersachsen wird dieser Weg weitergeführt.
Im Schuljahr 2026/2027 ergibt sich folgende Ausstattung:
- Jahrgang 7 – landeseigene Leihgeräte:
Die Schülerinnen und Schüler erhalten im Rahmen der landesweiten 1:1-Ausstattung ein iPad als Leihgerät. Die Geräte werden zentral durch die Schule administriert und für den schulischen Einsatz eingerichtet. - Jahrgang 8 – schuleigene Leihgeräte:
Für alle Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs stellt die Schule iPads aus ihren vorhandenen Gerätebeständen als Leihgeräte zur Verfügung. Auch diese Geräte werden zentral administriert und einheitlich für den Unterricht eingerichtet. - Jahrgänge 9 und 10 – elternfinanzierte Geräte:
In den Jahrgängen 9 und 10 wird die bereits eingeführte 1:1-Ausstattung mit elternfinanzierten iPads fortgeführt. Die Geräte sind in die schulische Administration eingebunden und können dadurch zuverlässig in die digitale Lernumgebung der Schule integriert werden. - Sekundarstufe II – individuelle Geräte:
In der Sekundarstufe II erfolgt die Nutzung digitaler Endgeräte im Schuljahr 2026/2027 noch auf Grundlage individuell vorhandener eigener Geräte.
Weiterentwicklung bis zum Abitur
Die Ausstattung mit digitalen Endgeräten wird in den kommenden Jahren schrittweise in die Sekundarstufe II hinein weitergeführt. Mit dem Schuljahr 2027/2028 erreicht das verbindliche Konzept erstmals den Jahrgang 11. Von dort wächst die einheitliche Nutzung anschließend Jahr für Jahr bis in die Qualifikationsphase und damit bis zum Abitur weiter.
Damit entsteht schrittweise eine durchgängige digitale Lernumgebung von der Sekundarstufe I bis zum Ende der gymnasialen Oberstufe.
Eine besondere Bedeutung hat diese Entwicklung für den Mathematikunterricht: Ab dem Abitur 2030 ist das iPad als digitales Hilfsmittel in der Mathematik-Abiturprüfung vorgesehen und übernimmt dabei die Funktion des bisherigen Taschenrechners. Die Schülerinnen und Schüler werden daher bereits in den vorausgehenden Jahrgängen systematisch an die entsprechenden digitalen Werkzeuge und deren fachgerechte Nutzung herangeführt.
Zentrale Administration der Geräte
Die im Rahmen des schulischen Ausstattungskonzepts eingesetzten iPads werden zentral durch das Gymnasium Soltau administriert. Dies dient sowohl organisatorischen als auch pädagogischen Zwecken.
So können unter anderem benötigte Anwendungen einheitlich bereitgestellt, Einstellungen für den Unterricht vorgenommen sowie Jugend- und Datenschutzvorgaben umgesetzt werden. Gleichzeitig ermöglicht die zentrale Administration einen möglichst zuverlässigen und störungsarmen Einsatz der Geräte im Unterricht.
Bei den landes- und schuleigenen Leihgeräten ist daher keine eigenständige Verwaltung durch die Schülerinnen und Schüler bzw. ihre Familien vorgesehen. Private Geräte können in diesen Jahrgängen nicht anstelle der vorgesehenen Leihgeräte in das schulische Gerätekonzept eingebunden werden.
Pädagogischer Einsatz
Die 1:1-Ausstattung bedeutet nicht, dass Unterricht ausschließlich digital stattfindet. Analoge und digitale Arbeitsweisen werden entsprechend der jeweiligen fachlichen und pädagogischen Zielsetzung miteinander verbunden.
Das iPad kann beispielsweise als Werkzeug zur Recherche, Dokumentation, Präsentation, Kommunikation, Simulation und Veranschaulichung eingesetzt werden. Ebenso können digitale Lernplattformen und fachspezifische Anwendungen genutzt werden. Handschriftliches Arbeiten, Bücher, Experimente, praktische Tätigkeiten und andere bewährte Unterrichtsformen bleiben weiterhin wichtige Bestandteile des Unterrichts.
Entscheidend ist nicht der möglichst häufige Einsatz digitaler Technik, sondern deren sinnvolle und lernförderliche Nutzung.
Weitere Informationen und Ansprechpartner
Über die konkrete Ausgabe von Leihgeräten, organisatorische Abläufe und weitere jahrgangsbezogene Regelungen informiert die Schule die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern und Erziehungsberechtigte jeweils rechtzeitig.
Für alle weiteren schulischen Anliegen steht Ihnen Herr Szredzinski als Ansprechpartner zur Verfügung.