Böhme-Zeitung vom 19.04.2017:

Soltauer Gymnasiasten sammeln Ideen für die Umgestaltung des langweiligen und grauen Schulhofs

VON ANDRES WULFES

Soltau. Wenn Mika Schlüter an den Schulhof des Soltauer Gymnasiums denkt, fällt dem 13-Jährigen nur eine Bewertung ein: „Langweilig und grau.“ Sei­ne Mitschüler Colin Held und Jonas Hild nicken. „Ein biss­chen heruntergekommen“, fin­det Jonas und verweist auf die „verwilderten Beete“.

Mit dieser Einschätzung ste­hen die drei nicht allein. Das ha­ben sie in einer Umfrage unter den 940 Schülern des Gymnasi­ums herausgefunden. Als Home­page-Arbeitsgemeinschaft ha­ben die drei unter Leitung ihrer Lehrerin Leena Clasen ihre Mit­schüler den Schulhof bewerten lassen und vor allem Vorschläge gesammelt, was fehlt und wie das Gelände umgestaltet wer­den sollte.

Die meisten Jugendlichen ha­ben nach Feststellung der drei den Schulhof mit der Schulnote 3 bewertet, dicht gefolgt von der Note 4. Neue Bänke, Spielmög­lichkeiten, die Erneuerung des Fußballplatzes und ein Schulgar­ten wurden als Vorschläge ge­nannt. Etwas bunter soll es wer­den, mit schönen Sitzmöglich­keiten und der Möglichkeit, auch im Freien Unterricht abzuhalten. „Uns hat überrascht, wie viele Jugendliche Pflanzen und einen Garten haben wollen“, sagt Clasen und betont: „Das Gelände bietet viel Potenzial.“

Die Jugendlichen haben eine Vielzahl von Ideen. Die Jüngeren wünschen sich vor allem Spiel­möglichkeiten. Außer dem Fuß­ballplatz stehen ein Trampolin und ein Klettergerüst auf der Wunschliste, mehrere Fünftklässlerinnen plädieren zudem für einen Streichelzoo. Bei den Älteren sind es vor allem die Bän­ke, die ihnen fehlen. Immer wie­der werden auch Fahrradständer als Wunsch genannt.

Einig sind sich die Jahrgänge weitgehend in ihrer Negativliste: Unbedingt verschwinden sollten der Container, den eine Elektro­firma für Materialien zur Gebäu­desanierung aufgestellt hat. Er stört nicht nur die Jugendlichen, auch Schulleiter Volker Wrigge hat den Container täglich beim Blick aus dem Büro vor Augen. „Aber der kommt bald weg.“

Und wie geht es sonst weiter, wann wird der Schulhof umge­baut? „Es muss etwas passieren“, ist Wrigge klar und verspricht, dass die Ideen nicht in der Schub­lade verschwinden. Die Schule will mit dem Landkreis die An­lage durchplanen und überlegen, was sich verwirklichen lässt.

Die Viktoria-Luise-Straße am Schulhof entlang wird wieder befahrbar, dann müsse das der­zeit offene Schulgelände abgetrennt werden.